Alles über Zukunftsorientierte

 

 

Inhaltsverzeichnis dieser Seite (zum Anklicken)

Merkmale Zukunftsorientierte
Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung für Zukunftsorientierte
Zukunftsorientierte-Wörter
Zukunftsorientierte-Metaphertiere
Zukunftsorientierte-Sprichwörter
Zukunftsorientierte-Berufe
Tipps für den Umgang mit Zukunftsorientierten-Kindern
Beispiel für ein Zukunftsorientierten-Kind

 

 

Merkmale Zukunftsorientierte

richtet sich meistens auf das aus, was als nächstes kommt/was noch bevorsteht; plant den Tag, die Woche usw. ganz automatisch vorausblickend

erlebt die vermutete Zukunft so real, dass diese Anlass für Vorfreude oder Ängste ist

verpasst häufig den Moment, weil mit den Gedanken/Gefühlen/Planungen bereits in der Zukunft lebend

wenn vom Augenblick festgehalten (z.B. durch starke Faszination - ein Buch, ein Film, ein Gespräch), ist das etwas ganz Besonderes

kauft sich früh im Jahr den neuen Kalender, legt neue Jahresordner an etc.

wünscht sich Informationen über die Zukunft und richtet sich danach aus (Beziehungen, Geld, Job etc.)

hat ein Faible für Science-Fiction, Zukunftsforschung etc.

hat meist eine genaue Vorstellung, wie die Zukunft (die eigene, die des Gegenübers oder der ganzen Welt) aussieht und kann auch darüber reden, als sei dies sehr sicher

 

Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung für Zukunftsorientierte

machen Sie sich klar, was Ihre Träume für Ihr heutiges Leben bedeuten, was Sie heute dafür tun können

unterstützen Sie die Wahrnehmung des 'Jetzt'

wenn Sie ausnahmsweise den Augenblick genießen können (z.B. morgens im Bett, in der Sauna, beim Lesen), lassen Sie sich nicht davon abhalten

nehmen Sie Ihre Zukunftsängste nicht allzu ernst, achten Sie stattdessen mehr auf die Möglichkeiten des Augenblicks

falls Ihnen Ihre/die Vergangenheit ungewöhnlich/unangenehm erscheint, überprüfen Sie die Umstände der Gegenwart ("Kontrolleur")

 

Zukunftsorientierte-Wörter

nächste Woche/Monat/Jahr/Dekade, in Zukunft, zukünftig, bevorstehend, künftig, nächstens, Möglichkeit, Aussicht, Gelegenheit, Chance, Hoffnung, Erwartung, Zuversicht, bald, demnächst, futuristisch

 

Zukunftsorientierte-Metaphertiere

Zugvögel
Eichhörnchen
Hamster
Bär

 

Zukunftsorientierte-Sprichwörter

Wer die Zukunft fürchtet, verdirbt sich die Gegenwart. (Lothar Schmidt, dt. Politologe)

Ab morgen wird gespart. (Sprichwort)

Die Zukunft ist die Ausrede derer, die in der Gegenwart nichts tun wollen. (Harald Pinter)

Ein Vergnügen erwarten ist auch ein Vergnügen. (Lessing)

Es würde mich sehr überraschen, wenn mich die Zukunft nicht überraschen würde. (Anton Zeilinger)

Ich könnte nicht leben ohne das Bevorstehende. (Martin Walser)

Lasst uns die Zukunft voraussehen, damit sie nicht über uns hereinbricht! (Jadwiga Rutkowska)

Morgen ist auch noch ein Tag. (Sprichwort)

Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht. (Boris Pasternak)

Wer will denn alles gleich ergründen! Sobald der Schnee schmilzt, wird sich's finden. (Goethe)

 

 

Zukunftsorientierte-Berufe

Anlageberater, Börsenhändler, Familienpfleger, Modeschöpfer, Obstbauer, Politiker, Science-Fiction-Autorin, Stadtplaner, Waldbauer, Winzer

 

 

Tipps für den Umgang mit Zukunftsorientierten-Kindern

Achten Sie vielmehr darauf, dass es vor lauter Zukunftsorientierung nicht den Augenblick verpasst und sich auch für die aktuellen Themen ausreichend Zeit nimmt. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind sich in einem besonderen Moment ganz auf die Gegenwart einlässt, zerstören Sie dieses Erlebnis nicht, indem Sie jetzt Ihrerseits in Richtung Zukunft weisen. Wenn Ihr Kind zum Beispiel im Urlaub eine Freundschaft schließt, von der Sie ahnen, dass sie keine großen Zukunftsaussichten hat, drücken Sie beide Augen zu und lassen Sie ihm sein Glück. Sie können sicher sein, dass es selbst noch früh genug darüber nachdenken wird, welche Möglichkeiten die Zukunft bereithält.

Es könnte sein, dass Ihr "Zukunftskind" Sie damit überrascht, dass es sich auch mit weit in die Zukunft reichenden Dingen beschäftigt, z.B. mit einem Haus, das es bauen möchte, oder mit den geringer werdenden Erdölreserven der Welt. Versuchen Sie doch einmal, es zu fragen, ob seine Gedanken in irgendeiner Weise sein heutiges Leben beeinflussen, oder was es denkt, das man heute unternehmen könnte, um zukünftige Ereignisse zu beeinflussen. Und falls Sie ihm einen Kalender fürs neue Jahr schenken möchten, tun Sie dies frühzeitig - es könnte sonst sein, dass es ihn sich bereits selbst besorgt hat ...

(Text aus "Warum sind Kinder so verschieden", VAK-Verlag 2006)

 

Beispiel für ein Zukunftsorientierten-Kind:

Zacharias geht gerne in die Schule, was man daran merkt, dass er noch während der Ferienzeit seine Schulsachen vorbereitet. Morgens, so erzählt seine Mutter, steht er als Erster in der Familie auf; noch bevor er sich anzieht, weckt er die Mutter und bittet sie, sein Frühstück zuzubereiten, während er im Bad ist, damit er danach gleich essen kann. Er hat Angst, zu spät zum Bus zu kommen, der allerdings erst eine Stunde, nachdem Zacharias aufsteht, fast vor der Haustüre abfährt. Er schlingt das Essen hastig herunter, um fertig zu sein, wenn sein Freund Gerd ihn abholt. Jeden Morgen muss er auf ihn warten, denn Gerd kommt keine Minute zu früh. Manchmal hält Zacharias die Warterei nicht aus und geht schon zur Bushaltestelle voraus. Dort steht er dann ewig, bis der Bus kommt; seine Mutter kann ihn zu Hause jedoch nicht mehr halten.

Andererseits genießt er Situationen, die ihn von der Zukunft ablenken, zum Beispiel Bildmeditationen oder Malen zur Musik. Allerdings erkundigt er sich dabei ständig: "Wie lange haben wir noch Zeit bis zum Klingeln?", oder "Machen wir das bald mal wieder?". Zum Beispiel versucht er bereits vor der großen Pause, Mitschüler für das Fußballspielen im Schulhof zu gewinnen. Und am Ende des Schultags packt er seine Sachen oftmals schon in den Ranzen, während das Abschlusslied noch gesungen wird. Auch hier hat er Angst, den Bus zu verpassen, erklärt er der Lehrerin. Frau Gaub, seine Lehrerin, erinnert ihn dann daran, dass sie die Buskinder immer ganz pünktlich aus dem Klassenzimmer lässt und er noch nie zu spät gekommen ist.

(Text von Gaby Vogelsang aus "Warum sind Kinder so verschieden", VAK-Verlag 2006)

 

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