Lexikon der Naturellwissenschaft

Zusammengetragen von Werner Winkler, Waiblingen.

Derzeit sind 140 Begriffe bzw. Namen aufgeführt. 


123-Code (Typen-Code, Naturell-Code)
Möglichkeit, die Zugehörigkeit einer Person zu einem von 81 Stärken-Profilen mittels vier Ziffern auszudrücken oder zu notieren, z.B. in einer Mitarbeiter-Excel-Tabelle. 2006 von Petra Schmalzl und Werner Winkler entwickelt, wie hier beschrieben.

123-Modell
Bezeichnung für die Version der Naturellwissenschaft (Psychographie), wie sie seit 1999 von Werner Winkler entwickelt wurde. Mehr dazu hier im "Lexikon" und hier.

Akademie zum 123-Modell
Zahlreiche kostenlose Lernmodule rund um das 123-Modell finden Sie hier.

Aktioniker
Ein von Winkler (2010) geprägter Alternativbegriff für Menschen mit rotem Naturell (Handlungstypen).

Aktivität       
ist alles, was jemand bewusst oder unbewusst tut, wofür er Kraft und Energie aufwendet und seinen Körper oder Materie einsetzt. vgl. Denken, Fühlen, Machen

Alternativen, dritte
Die dritten Alternativen ("Triaden") sind ein elementarer Teil der Naturellwissenschaft. Überall dort, wo durch Gegensatzpaare (z.B. Ja - Nein) eine Einschränkung der Lebensmöglichkeiten entsteht, eröffnen sie einen Ausweg, da sie eine andere Perspektive anbieten.



Analyse, Naturellanalyse, Typanalyse
Ermittlung der Zugehörigkeit zu einem der drei Naturelle ("Grundtypen") sowie der Gewichtung in den Unterbereichen; auch "Stärken-Profil-Analyse" genannt. Einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Verfahren findet sich hier.

Anekdoten
Im Forum der Psychographie-Initiative e.V. findet sich u.a. eine umfangreiche Sammlung von Anekdoten, die in Alltagsszenen die naturelltypischen Unterschiede illustrieren.

Antrack, Michael
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)

Anwendungsfelder
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Anwendungsfelder der Naturellwissenschaft bzw. des 123-Modells gezeigt - von der Psychotherapie und dem Coaching über pädagogische Nutzung bis hin zur Berufsberatung. Von den meisten Befragten (es gab bisher zwei Umfragen dazu) wird jedoch die Verbesserung der Selbsterkenntnis als zentraler Nutzen beschrieben. Eine ausführliche Übersicht findet sich hier.

Arbeitsbuch Psychographie
Das Modell auf dem Stand von 2008, inzwischen als kostenlose PDF-Version hier erhältlich.



Archiv zur Naturellwissenschaft/Psychographie
Eine Sammlung verschiedener Dokumente aus der Frühzeit der Psychographie findet sich hier.

Bezüge zu anderen Modellen
Das 123-Modell sieht sich in der Tradition
a) des Psychographie-Modells von Dietmar Friedmann
b) der lösungsorientierten Psychologie (Steve de Shazer, Paul Watzlawick)
c) der Arbeiten Gordon W. Allports zur Erfassung der Persönlichkeit ("Psychographie")
d) der Transaktionsanalyse von Eric Berne und Thomas Harris ("drei Ich-Zustände", "Ich bin okay, du bist okay")
e) der Intentionen von Carl Gustav Jung und Alfred Adlers, wiederkehrende Unterschiede zwischen Menschen zu erfassen und für die therapeutische Arbeit nutzbar zu machen
f) der Gedankengänge von Sigmund Freud, unterschiedliche "Ich-Instanzen" zu unterscheiden
g) historischer Typologien (Ayurveda, Enneagramm, Eduard Spranger)

Mit "Tradition" ist hier gemeint, dass entweder Gedankengänge aus diesen Modellen und Methoden aufgenommen wurden oder dass eine Verwandtschaft fachlicher Art erkennbar ist.

Das 123-Modell grenzt sich jedoch klar gegenüber Vorstellungen ab, die sich zwar vom Ansatz her dem gleichen Thema widmen (Unterschiede zwischen Menschen beschreiben), jedoch auf völlig anderen Grundannahmen basieren, z.B.

a) die homöopathischen Konstitutionstypen (aus der Heilwirkung homöopathischer Mittel abgeleitet)
b) die astrologischen Typen verschiedenster Systeme, die Unterschiede z.B. auf planetare Einflüsse zurückführen
c) die krankheitsorientierten psychiatrischen Typologien (z.B. "Angsttypen")
d) Typologien, die anhand körperlicher Merkmale (Gesicht, Schädel, Körperbau) Charaktereigenschaften zuschreiben
e) Typologien, die nur auf Geschlechterunterschiede fixiert sind
f) Typologien, die zwischen "guten" und "schlechten" Menschengruppen unterscheiden
g) Typologien, die Unterschiede zwischen Menschen mit nationalen, regionalen oder genetischen ("Rasse") Ursachen begründen

Bevorzugung
meint, dass sich ein Mensch durch eine angeborene Neigung (sein Naturell) auf einzelne Bereiche oder Optionen des Lebens (vgl. die "Landkarte") spezialisiert und dadurch hier mehr Befähigung und Erfahrung erlangt, vergleichbar mit der Bevorzugung einer Hand. Das bedeutet auch, dass wir mehr Bewusstsein für die Bevorzugungen entwickeln und sie so häufiger als Teil des Lebens wahrnehmen, bedenken oder praktisch nutzen.

Bewusstsein
steht dafür, was wir als lebendiges und unserer selbst bewusstes Wesen erleben. Descartes‘ berühmter Ausspruch „Ich denke, also bin ich“ könnte aus Sicht des Modells auch lauten: „Ich nehme etwas wahr, also bin ich“, „Ich kommuniziere, also bin ich“ oder „Ich atme, also bin ich“.

Beziehungstyp
Fachbegriff für Menschen mit gelbem Naturell. Zuerst eingeführt von Friedmann (1990) und im 123-Modell übernommen. Details hier.

Beziehungstyp 1, Beziehungstyp 2
Bezeichnungen von D. Friedmann (bis 1997) zur Unterscheidung zwischen 'ich-vergessender' und 'ich-bezogener' Ausprägung dieses Typs. Später durch das 'Ich-Wir-Du-Konzept' von Winkler (1998) ersetzt. > Ich-Beziehungstyp > Wir-Beziehungstyp > Du-Beziehungstyp; zur Entwicklung der friedmannschen Typeneinteilung siehe Wikipedia (Friedmann A bis D)

Blankenhorn, Martin
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)

Blaues Naturell
auch Sachtyp-Naturell. Bezeichnung für ein Naturell, bei dem der "blaue" Anteil (bezogen auf den Grundbereich der "Landkarte" dominiert und der "rote" zurückgenommen ist (vgl. "Gewichtung")


Breuer, Hans-Jürgen
Dr. phil., Coach und Autor, verschiedene Veröffentlichungen mit Bezug zur Psychographie, z.B. "Das Gorilla-Prinzip", "Das Geheimnis des Enneagramms"; Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)


Charakter
(griech. charassein ritzen, prägen) Gesamtheit der nicht-körperlichen Eigenschaften eines Menschen, seine Art oder Wesensart. Häufig mit moralischen oder beurteilenden Wertmaßstäben versehen ("ein angenehmer Charakter"). Im Charakterbegriff fallen aus naturellwissenschaftlicher Sicht verschiedene Merkmale (aus Biografie, Genetik, Kultur usw.) zusammen.

Curricullum
Zur Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Naturellwissenschaft bzw. im 123-Modell gibt es eine Themenliste, anhand derer ein Curricullum zusammengestellt werden kann - wobei jedoch die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, nach dem Erlernen der Basiskenntnisse gezielt den eigenen Interessen (z.B. je nach Beruf oder Anwendungsfeld) zu folgen, nicht einer vorgegebenen Reihenfolge.

Denken       
bedeutet die (bewusste und unbewusste) Verarbeitung aufgenommener Reize, also auch Verdauen, Analysieren, Gewichten oder Sortieren dessen, was man gehört, gesehen und gelesen hat.
(vgl. die Triade Fühlen-Denken-Machen)



Denker
In der Naturellwissenschaft bzw. im 123-Modell Bezeichnung für Menschen, die auf der Aktivitätsebene den Unterbereich "Denken" bevorzugen und dafür den Bereich "Machen" vernachlässigen. Mehr zum Denker hier.

Der Andere
Erstes Buch von Dietmar Friedmann (1990), in dem die drei Grundtypen, wie sie die Naturellwissenschaft beschreibt, dargestellt sind.



Der Gorilla in meinem Bett
Titel eines 2007 erschienenen und von Petra Vogel/Werner Winkler verfassten Buches rund um das Thema "Psychographie und Partnerschaften".



de Shazer, Steve
Familientherapeut, gemeinsam mit seiner Frau, Insoo Kim Berg, Erfinder der "Lösungsorientierten Kurztherapie" und Autor (1940 - 2005); beschrieb (in "Der Dreh") drei "Kliententypen", die den drei Grundtypen in der Naturellwissenschaft recht ähnlich sind: "Besucher", "Klagende" und "Kunden" (vgl. hier das "Leitdreieck"). Zudem führte er die Suche nach den "Ausnahmen von der beklagten Regel" als therapeutische Intervention ein, was auch bei der Stärkung der "Ressourcen" im 123-Modell als nützlicher Weg erkannt wurde.

Die drei Persönlichkeitstypen und ihre Lebensstrategien
Das bislang letzte und ausführlichste Buch von Dietmar Friedmann (1. Auflage 1998) zum Thema Persönlichkeitsunterschiede.

Diemer, Bärbel
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)

Die Psychognomie des Menschen
Artikel bzw. Lehrheft von Werner Winkler (Herbst 1999), in dem er erstmals seine Version der "Landkarte" vorstellte - Überarbeitung des im Frühjahr 1999 erschienen Lehrhefts "Die Psychographie nach Friedmann", in dem er noch die damals gültige Friedmannsche Modellvariante zusammengefasst hatte.


Downloadseite
Eine umfangreiche Seite mit kostenlosen Downloads (Bücher, Filme, Arbeitsmaterialien) zum Thema (seit 2004) findet sich hier.

Drama-Dreieck
Von Stephen Karpman 1968 entwickeltes Modell zur Beschreibung von Rollen in Gruppen. Es regte Dietmar Friedmann zur Frage an, ob Menschen darin Lieblingsrollen und Vermeidungsrollen zeigen. Als er diese Vermutungen bestätigt sah, kam ihm die Idee, dass es sich um feste Grundmuster ("Typen") handeln könnte. Hier das Dramadreieck in der Zuordnung zu den drei Grundtypen der Naturellkunde.




Dreifarbenwelt
Eine Webseite mit der Darstellung der Naturellwissenschaft für Kinder und Eltern.

Dualismus
(philosoph.) Weltsicht, nach der es nur zwei gegensätzliche Pole gibt, die in unterschiedlichen Formen in Erscheinung treten (schwarz-weiß, gut-böse, hell-dunkel, Leib-Seele usw.). Im Gegensatz dazu stehen der Monismus, für den alles eine Einheit bildet, und der Trialismus, der auf Dreiheiten aufbauend seine Weltsicht entwickelt. Die Naturellkunde gehört so gesehen zum Trialismus.

Du, Du-Verbundenheit
meint diejenigen Beziehungs- oder Verbundenheitsaspekte, die sich auf ein Gegenüber oder ein Objekt beziehen. Typisch für starke Du-Verbundenheit ist auch das Zurückstellen der eigenen Person. Mehr zu den Du-Verbundenen hier.

Enneagramm
Vermutlich sehr altes Modell der Unterscheidung in neun Typen. Durch das Fehlen einer textlichen Urquelle und die bis Anfang des 20. Jahrhunderts (angeblich) ausschließlich mündliche Überlieferung ergeben sich z.T. stark abweichende Typbeschreibungen. Die Moral des Enneagramms wird je nach Autor weltanschaulich oder religiös sehr einseitig interpretiert. Dietmar Friedmann nahm in "Die drei Persönlichkeitstypen und ihre Lebensstrategien" Bezug auf das Enneagramm und leitete daraus neun Untertypen zu seinen drei Grundtypen ab.

Engel, Kathleen
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Entstehung der Naturellunterschiede
Seit der ersten Beschreibungen Friedmanns zu den drei Grundtypen gab es verschiedene Erklärungsversuche zu deren Entstehung - vom Einfluss der Eltern, der Geschwisterkonstellation über esoterische Erkärungsmuster bis hin zu biologischen (epigenetischen). Fast alle davon lassen sich aus logischen Gründen oder aus der praktischen Beobachtung als unwahrscheinlich aussortieren. Mehr dazu hier.

Entwicklungsbereich
Von Friedmann eingeführte Bezeichnung für den vernachlässigten Lebensbereich, welcher auf den bevorzugten folgt. Im 123-Modell als "Ressource" bzw. "Vernachlässigung" bezeichnet.

Epigenetik, epigenetisch
Merkmale, die nicht durch genetische Vererbung von den Eltern oder Großeltern, sondern durch Veränderungen (An- bzw. Ausschalten von Gengruppen) im genetischen Code nach bzw. während der Einnistung in die Gebärmutter oder später im Leben erworben wurden, z.B. als Anpassung an eine bestimmte Umwelt, in der ein Individuum aufwächst. Vermutlich wesentlich einflussreicher als bisher angenommen und teilweise auch vererbbar, z.B. wenn Eltern zu einer Zeit und an einem Ort aufwachsen, an dem es besonders viel oder wenig einer bestimmten Nahrung gibt und der Stoffwechsel sich darauf eingestellt hat. Auch einprägsame Erlebnisse (Traumata) scheinen nach neueren Forschungen Spuren im epigenetischen Muster zu hinterlassen. Eine Hypothese dieses Buchs ist, dass uralte, epigenetisch vererbte Muster aus der Frühzeit der (Säugetier- oder Hominiden-) Entwicklung, die sich bei den drei Primatengruppen Schimpanse, Orang-Utan und Gorilla noch sehr deutlich ausgeprägt als Kultur zeigen, auch beim modernen Menschen auftreten, und zwar jeweils eines der drei Muster besonders deutlich.

Fachtag Naturellwissenschaft
Fachtagung, die von der "Initiative zur Förderung der Naturellwissenschaft e.V." in zweijährlichem Abstand ausgerichtet wird (früher: "Psychographie-Tag").

Faktoren bei der Ausprägung der Persönlichkeit
(s. auch unter "Gesamtpersönlichkeit") Nimmt man auch den Zufall als "Ursache" oder "Faktor" für die Ausprägung der Persönlichkeit hinzu, lassen sich folgende Faktoren unterscheiden und in kausalen Zusammenhang stellen:



Während die Sexuelle Orientierung etwa (vermutlich) durch zwei Faktoren (Zufall, Vererbung) und das Hirngeschlecht (vermutlich) alleine durch die zufällige Präsenz von Hormonen während der frühen Hirnentwicklung beeinflusst wird, ist das Naturell (vermutlich) alleine einem Zufallsfaktor geschuldet (nach der Hypothese von Winkler  der zufälligen Lage des Embryos gegenüber der Schwerkraft bei der Einnistung in die Gebärmutter). In dieser Darstellung wird auch deutlich, dass die Faktoren 1-4 sich nicht gegenseitig beeinflussen. Sie könnten also gewissermaßen als Basisfaktoren angesehen werden.


Filme
Auf der Webseite der Psychographie-Initiative e.V. gibt es eine Rubrik mit fachlich interessanten inkl. Kommentaren dazu.

Fornaçon, Nadine
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Forum
Ein Forum mit verschiedensten Diskussionen und Sammlungen zum Thema (seit 2004) findet sich hier.


Friedmann, Dietmar
Dr. phil. (* 1937). Entwickelte in den 1980er-Jahren ein 1990 (in "Der Andere") erstmals veröffentlichtes Typenmodell unter dem Namen "Psychographie"; außerdem entdeckte er das Prinzip der Gewichtung zwischen Bevorzugung und Vernachlässigung innerhalb der ebenfalls von ihm entdeckten ersten Triaden - und zwar während der Beschäftigung mit dem "Dramadreieck" von Stephen Karpman, einem Transaktionsanalytiker. (Foto von Werner Winkler, 2004)


 
Friedmann-Modell
Im Laufe der Zeit (1990 - 1998) veränderte Dietmar Friedmann sein Typenmodell mehrfach, um es neuen Erkenntnissen anzupassen. Eine kompakte Übersicht findet sich bei Wikipedia (2015), wo die Entwicklung so dargestellt wird:

Friedmann A

(1990, „Der Andere“): Unterscheidung von vier Typen

    Sachtyp
    Handlungstyp
    Beziehungstyp 1 (ich-bezogen)
    Beziehungstyp 2 (ich-vergessend)

Friedmann B

(1996, „Wer bin ich? Wer bist du?“): Unterscheidung von sechs Typen

    Sachtyp 1 (ich-bezogen)
    Sachtyp 2 (ich-vergessend)
    Handlungstyp 1 (ich-bezogen)
    Handlungstyp 2 (ich-vergessend)
    Beziehungstyp 1 (ich-bezogen)
    Beziehungstyp 2 (ich-vergessend)

Friedmann C

(2000, „Die drei Persönlichkeitstypen und ihre Lebensstrategien“): Unterscheidung von neun Typen in Vermischung von Enneagramm, Psychographie und Winkler-Modell

    Sachtyp 5 (fühlen+gegenwartsorientiert+du-bezogen)
    Sachtyp 6 (denken+vergangenheitsorientiert+ich-bezogen)
    Sachtyp 7 (wollen+zukunftsorientiert+wir-bezogen)
    Handlungstyp 8 (denken+vergangenheitsorientiert+ich-bezogen)
    Handlungstyp 9 (wollen+zukunftsorientiert+wir-bezogen)
    Handlungstyp 1 (fühlen+gegenwartsorientiert+du-bezogen)
    Beziehungstyp 2 (wollen+zukunftsorientiert+wir-bezogen)
    Beziehungstyp 3 (fühlen+gegenwartsorientiert+du-bezogen)
    Beziehungstyp 4 (denken+vergangenheitsorientiert+ich-bezogen)

Friedmann D

(teilweise so kommuniziert) Unterscheidung von drei Grundtypen ohne Untertypen

    Sachtyp (der dann auch als „Denker“ gesehen wird)
    Handlungstyp (der dann auch als „Macher“ oder auf "Wollen" spezialisiert gesehen wird)
    Beziehungstyp (der dann auch als „Fühler“ gesehen wird)


Die Unterschiede und Ähnlichkeiten zum "Winkler-Modell" (dem 123-Modell) sind hier ausführlich beschrieben.

Fritz, Klaus
Dr. phil., Mitautor von "Wer bin ich? Wer bist du?", einem 1996 bei dtv erstmals erschienen und mehrfach neu aufgelegten Buch zur Psychographie. Später Mitautor von "Wie ändere ich meinen Mann?" (dtv, 1998) und eigene Veröffentlichungen mit Bezügen zur Psychographie Friedmanns und Winklers, z.B. "So verstehen wir uns" (dtv, 2003). Er regte schon 2003 an, den Begriff "Naturell" zu verwenden. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Übersetzer der "Harry-Potter"-Bücher.


Fühlen       
meint jede Reizaufnahme, also das Sehen, Hören, Schmecken, Lesen, Essen oder Riechen - deshalb auch als „Wahrnehmen“ bezeichnet, um das „Fühlen“ genauer vom „emotionalen Erleben“ abzugrenzen. (vgl. die Triade Fühlen-Denken-Machen)



Fühler
Im 123-Modell Bezeichnung für Menschen, die im Aktivitätsbereich den Unterbereich "Fühlen" (Wahrnehmen) bevorzugen und dafür den Bereich "Denken" vernachlässigen. Details zum Fühler hier.

Gartendarstellung
Alternative Darstellung der 81 Stärken-Profile; hier werden (am Beispiel eines Gelben Naturells mit den Bevorzugungen Du, Vergangenheit und Machen in den Unterbereichen) stärker die noch nicht ausgelebten Potentiale hervorgehoben:



Gegenwartsorientierung, gegenwartsorientiert
Die Bevorzugung des Zeit-Unterbereichs "Gegenwart". Gegenwartsorientierte Menschen haben die Fähigkeit, in besonderem Maße im "Hier und Jetzt" zu leben. Auf der anderen Seite fällt es ihnen schwerer, die Vergangenheit präsent zu haben oder sich zu erinnern. Mehr zu den Gegenwartsorientierten hier.

Gelbes Naturell
auch Beziehungstyp-Naturell. Bezeichnung für ein Naturell, bei dem der "gelbe" Anteil (bezogen auf den Grundbereich der "Landkarte" dominiert und der "blaue" zurückgenommen ist (vgl. "Gewichtung")


Gerber, Dijana
Altenpflegerin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Altenpfleger", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der altenpflegerischen Praxis vorgestellt wird (vergriffen).


Gesamtordner Psychographie
Das gesammelte Wissen zum 123-Modell in Form einer umfangreichen PDF-Datei (ursprünglich ein Ringordner) auf dem Stand von 2011. Als kostenloser Download hier erhältlich.

Gesamtpersönlichkeit
Hier die Gesamtheit aller Merkmale, von welchen das "Naturell" als eines angesehen wird; daher versteht sich das 123-Modell auch als "Naturelltypologie" und nicht als "Persönlichkeitstypologie" - zunächst eine einfachere, dann eine ausführlichere Darstellung von Faktoren, welche die Persönlichkeit beeinflussen.





Geschichte der Naturellwissenschaft
Einen Überblick über die Geschichte der Naturellwissenschaft (Psychographie) von den historischen Anfängen bis in die Gegenwart findet sich hier.

Gewichtung
Überbegriff für Bevorzugung und Vernachlässigung innerhalb einer Triade. Anhand des folgenden Schemas in Kreisform dargestellt: links die gleichmäßige Verteilung der drei Farben, rechts die zu Gunsten von Gelb (Bevorzugung) und zu Ungunsten von Blau (Vernachlässigung) gewichtete. Die dritte Farbe (Rot) bleibt also von der Gewichtung unbeeinflusst.



Gorilla
In der Naturellwissenschaft bzw. im 123-Modell metaphorisch für "Mensch mit einem roten Naturell" (durch die Ähnlichkeiten im Verhalten mit diesen Primaten, die evtl. von epigenetischen Prägungen herrühren).

Hägele, Holger
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Handlungstyp
Fachbegriff für Menschen mit rotem Naturell. Zuerst eingeführt von Friedmann (1990) und im 123-Modell übernommen. Details hier.

Handlungstyp 1, Handlungstyp 2
Bezeichnungen von Friedmann (verwendet 1996-1997) zur Unterscheidung zwischen "ich-vergessender" und "ich-bezogener" Ausprägung dieses Typus.

Hartke, Olaf
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Hausdarstellung des Stärken-Profils
Eine von Winkler 2010 entwickelte grafische Darstellung der Überlagerung der Gewichtung in den Grund- und Unterbereichen, hier am (vermuteten) Muster von Angela Merkel:



Später durch die Einführung von Zahlen (1-9) zur besseren Vergleichbarkeit der Feldgrößen optimiert. Hier am Beispiel des Musters 1111 (Beziehungstyp-Naturell, du-verbunden, gegenwartsorientiert und Fühler).



Auf der Webseite www.123modell.de/81.htm lassen sich zu allen 81 Stärken-Profilen ausführliche Beschreibungen inklusive der jeweiligen Haus-Darstellung abrufen. Der kleinste Raum (hier "Machen") steht für die "Super-Ressource", also den am stärksten zu entwickelnden Aspekt; der größte Raum (hier "Zukunft" für die stärkste Bevorzugung).

Heerdt, Bernhard
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Herz, Geist, Hand
Dreiteilung der menschlichen Fähigkeiten, die von Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) in die Pädagogik eingeführt wurde. Die drei Begriffe lassen sich zwar in eine Triade einsortieren, sind jedoch sprachlich aus heutiger Sicht nicht optimal.



Hiller, Günter
Pädagoge und Autor, zahlreiche Vorträge auf Fachtagungen der Psychographie-Initiative; stellte 2003 die auf, die verschiedenste Typologien in einen logischen Zusammenhang stellt. 2015, 2016 und zuletzt 2017 auf dem 15. Fachtag in Stuttgart äußerte er sich ausführlich zum Thema "Naturell" bzw. "Naturellwissenschaft.


Hofmann, Daniela
Pädagogin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Gaby Vogelsang und Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Pädagogen", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der schulischen Praxis vorgestellt wird (vergriffen).


Huber, Susanne
Unternehmensberaterin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Männer, die Frauen besser verstehen wollen", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der Mann-Frau-Kommunikation vorgestellt wird (vergriffen).


Hundepsychographie
Von Petra Schmalzl (2006) gesammelte Beschreibungen der drei Grundtypen bzw. deren Merkmale bei Hunden. 

Ich, Ich-Verbundenheit
bezeichnet die Verbundenheit zur eigenen Person und den Ich-Bezug. Typisch etwa dann zu sehen, wenn jemand Dinge, die ihn nicht wirklich betreffen müssten, mit der eigenen Person in Verbindung bringt.
Mehr zu den Ich-Verbundenen hier.

Initiative zur Förderung der Naturellwissenschaft e.V.
Gemeinnütziger Verein, gegründet 1999 als "Psychographie-Initiative e.V." mit ausführlicher Webseite und regelmäßigen Aktivitäten zum Thema.

Interaktionsmuster der drei Naturelle
Nimmt man nur die drei Naturelle "Gelb", "Blau" und "Rot" als Basis für die Beobachtung, lassen sich sechs Interaktionsmuster unterscheiden (und für die eigene Kommunikation berücksichtigen):
Gelb + Gelb = "Gelbe Interaktion"
Gelb + Blau = "Grüne Interaktion"
Gelb + Rot = "Orangene Interaktion"
Blau + Blau = "Blaue Interaktion"
Rot + Rot = "Rote Interaktion"
Rot + Blau = "Violette Interaktion"
Gleiche "Farben" oder Naturelle kommunizieren in der Regel leichter, die "Mischfarben" müssen sich stärker um ein adäquates Verständnis bemühen, d.h. es kommt häufiger zu Missverständnissen, z.B. dann, wenn ein Interaktionspartner etwas für sein Naturell Selbstverständliches voraussetzt, das für jemand mit anderem Naturell separat besprochen werden müsste.

Kategorien des Erlebens
Die von Friedmann ursprünglich als "Lebensbereiche" bezeichneten elementaren Zugänge von Menschen zur Welt. Innerhalb dieser Kategorien zeigen wir die beschriebene Gewichtung zwischen Bevorzugung und Vernachlässigung. Von Winkler (2001) in eine Grund-, Unter- und Unter-Unter-Ebene unterteilt und versprachlicht. Hier eine Darstellung von 2014; die Ziffern geben hier die Stellung der Begriffe in der jeweils zugehörigen Triade an (1 = gelb, 2 = blau, 3 = rot).



Komplexitätsvereinfachung
Ein von Paul Watzlawick verwendeter Begriff für den Versuch, die komplexe menschliche Wirklichkeit mittels einfacher Modelle zu beschreiben. Dazu passt der Satz von Egon Friedell (1878-1938): "Wir können die Welt nur unvollständig sehen. Sie mit Willen unvollständig zu sehen macht den künstlerischen Aspekt." Die Naturellwissenschaft mit ihrer Unterscheidung von wenigen Naturell-Gruppen kann als solche Komplexitätsvereinfachung verstanden werden.

konsensuell
Im Gegensatz zu subjektiver und objektiver Wahrnehmung die Fähigkeit, sich auf eine gemeinsame Sicht zu einigen, zum Beispiel durch die einheitliche Verwendung bestimmter Begriffe. In der Naturellwissenschaft ist die konsensuelle Übereinstimmung bei der Naturellanalyse von Bedeutung, da der zu analyisierende Gesprächspartner nicht durch überlegenes Wissen des Naturellanalytikers, sondern durch Verstehen der dem 123-Modell zu Grunde liegenden Beobachtungs- und Unterscheidungsfaktoren einer Naturellgruppe zugeordnet wird.

Konstruktivismus
Eine Denkrichtung der Geisteswissenschaften, die im Wesentlichen darauf aufbaut, dass Menschen die Wirklichkeit nicht wahrnehmen, sondern (in Gedanken) konstruieren. Aus dieser Sicht könnte man schlussfolgern, dass jeder Mensch in einer eigenen Welt lebt, die sich nur an bestimmten Schnittstellen mit der von anderen überschneidet. Für manche Psychotherapeuten sind therapeutische Fortschritte vor allem deshalb möglich, weil sich die "Konstrukte" der Klienten durch Einflüsse von außen (z.B. die Beurteilung von Sachverhalten durch den Therapeuten) verändern oder verändern lassen. Als Autoren haben sich in dieser Richtung u.a. Paul Watzlawick ("Wie wirklich ist die Wirklichkeit") und Ernst von Glasersfeld ("Wie wir uns erfinden") hervorgetan. Das 123-Modell ist in gewisser Weise ein "Konstrukt", da es eine Möglichkeit zur Wahrnehmung und Beschreibung der Wirklichkeit anbietet, ohne den Anspruch zu erheben, eine absolute Wahrheit zu beschreiben.

Kontrolleur
Von Winkler (2001) in die Naturellwissenschaft eingeführter Funktionsbegriff. Die "Kontrolleure" stehen neben den individuellen Stärken (Bevorzugungen) und Ressourcen (Vernachlässigungen) für die Tertiärbereiche innerhalb einer Triade.

Kunzmann, Ute und Walter
Mitautoren von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)


Kurztherapie, integrierte
Buchtitel und Bezeichnung von Friedmann (1997) für eine Psychotherapie, die auch den typgerechten Ansatz in die Interventionswahl einschließt. Für jeden der drei "Persönlichkeitstypen" soll ein individuelles Vorgehen zum Erfolg führen. Später in "Integrierte Lösungsorientierte Psychologie (ILP)" umbenannt und als Logo geschützt. An diesem Ansatz wird u.a. kritisiert, dass die an den "ILP-Fachschulen" gelehrte Methodik häufig an fehlendem Wissen um die Zuordnung von Klienten zu einer der drei Gruppen scheitert. Zudem scheint die extreme Vereinfachung der Therapieabläufe nur wenigen Klienten bzw. deren Anliegen gerecht zu werden.

Landkarte
verwenden wir als Synonym für Modellzeichnungen, die nicht direkt Sichtbares in ein Bild fassen; auch als Kürzel für die zentrale Landkarte des Modells verwendet. Die erste Landkarte der Naturellwissenschaft wurde 1999 von Winkler veröffentlicht und in den darauf folgenden Jahren mehrfach optimiert. Hier zuerst die erste Version von 1999, dann eine von 2015:





Lehrbuch Psychographie - Menschenkenntnis mit System
2001 erschienene Zusammenfassung der damaligen Erkenntnisse bzw. des Modells von Werner Winkler. Später ausführlicher als "Gesamtordner Psychographie" verlegt und als kostenloser 
hier erhältlich.



Leitdreieck
Ein von Winkler (1999) entwickeltes Modell zur Beobachtung und Steuerung von Problemlösungsprozessen und -gesprächen auf Basis der von Friedmann bevorzugten Abfolge "Was ist Ihr Thema? - "Was ist Ihr Ziel?" - "Was haben Sie schon herausgefunden?", zu dem dieser wiederum von de Shazer angeregt wurde. Steve de Shazer hat mit der Beobachtung von drei Kliententypen (Besucher, Klagende, Kunden) ebenfalls zur Entwicklung des Leitdreiecks beigetragen. Ausführliche Darstellung hier.



Machen       
fasst alle reizaussendenden, expressiven Aktivitäten zusammen, also das Reden, Singen, Kommunizieren, Schreiben, Musik machen oder auch körperliche Aktivitäten, die etwas herstellen, das sichtbar und vorhanden ist (z.B. die Herstellung eines Kunstwerks).
(vgl. die Triade Fühlen-Denken-Machen)



Macher
Im 123-Modell Bezeichnung für Menschen, die auf der Aktivitätsebene den Unterbereich "Machen" bevorzugen und dafür den Bereich "Fühlen" vernachlässigen. Mehr zum Macher hier.

Metapher
werden dort verwendet, wo sehr komplexe Phänomene mit einfachen Bildern kommuniziert werden sollen - etwa dann, wenn die drei Grundtypen im 123-Modell kurz „Delfine“, „Blauwale“ und „Haifische“ heißen.



Modell
In den Wissenschaften eine vereinfachte Darstellung unsichtbarer bzw. nicht direkt beobachtbarer Phänomene (z.B. der Weltentstehung oder der Atomstruktur). Im weiteren, - vor allem im konstruktivistischen Sinn - alle Meinungen und Vorstellungen des Menschen über die Welt, sich selbst oder andere. Die Vorstellung der eigenen Weltsicht als Modell steht im Gegensatz zum Glauben an eine (sprachlich vermittelbare) absolute Wahrheit ('Dogma').

Naturell
steht für einen Anteil der Gesamtpersönlichkeit, der weder durch Vererbung, Erziehung, Biografie oder Kultur geprägt wird, sondern vermutlich embryonal (genauer: epigenetisch während der Phase der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, s. Zeichnung) angelegt wird. Die Vermutung liegt nahe, dass durch die Bedingungen der Anfangszeit bestimmte "Master-Switches" im Genom an- bzw. ausgeschaltet werden, was im Laufe der weiteren Entwicklung zu den beobachteten Ähnlichkeiten der drei Naturellgruppen untereinander (auch in körperlich-biologischer Hinsicht) bzw. zum Unterschied zwischen ihnen führt.



Unter Naturell verstehen wir im 123-Modell also die angeborenen, aber nicht vererbten Wesensmerkmale, die über das ganze Leben weitestgehend unverändert bleiben. Diese "angeborene Eigenart" eines Menschen, die ihn von vielen anderen unterscheidet und gleichzeitig mit wenigen, ähnlich "gestrickten" verbindet, ist das Thema dieser Typologie. Nicht zum Naturell gehören demnach anerzogene, übernommene (Kultur, Eltern, Lehrer usw.) oder durch die Biografie herausgebildete Merkmale. Als biologische Ursache wird derzeit eine epigenetische Frühprägung während der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter für wahrscheinlich gehalten; Beweise dafür liegen jedoch bisher nicht vor, ebenso wenig ein Gegenbeweis. Eine Ableitung von "Naturell" könnte "naturellgerecht" sein - also ein an das Naturell angepasstes Verhalten oder Problemlösungsmuster.

Naturellanalyse (auch "Stärken-Profil-Analyse")
Gespräch zur Ermittlung des Naturelltyps eines Menschen. Ziel ist ein Konsens über die jeweiligen Gewichtungen in den Triaden der "Landkarte".

Naturellkunde, Naturellwissenschaft
Ab 2013 bzw. Ende 2015 deutschsprachige Übersetzung bzw. Benennung der Psychographie. Ein Artikel von Günter Hiller zur Diskussion über diese Namensänderung findet sich hier.

Neumüller, Stephanie
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


O'Mara, Padma
Psychologische Beraterin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Frauen, die Männer besser verstehen wollen", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der Mann-Frau-Kommunikation vorgestellt wird (vergriffen).


Orang-Utan
In der Naturellwissenschaft bzw. im 123-Modell metaphorisch für "Mensch mit einem blauen Naturell" (durch die Ähnlichkeiten im Verhalten mit diesen Primaten, die evtl. von epigenetischen Prägungen herrühren).


Paaranalyse
Neben der Einzel- oder Teamanalyse können auch Paare auf ihren Naturelltyp hin analysiert und dann verglichen werden. Dies bringt in der Regel interessante Erkenntnisse und erhöht das Verständnis der Partner füreinander. Details hier.

Persönlichkeitsbereich
Von D. Friedmann (1990) eingeführter Begriff für den bevorzugten Lebensbereich.

Popper, Karl
Philosoph (1902-1994), der sich u.a. mit den Fragen der wahrgenommenen Wirklichkeit beschäftigte und bei den Entwicklung des 123-Modells dahingehend Pate stand, dass seine "Drei-Welten-Theorie" und die darin aufgeführten Kategorien mehr Klarheit über die Frage brachte, welcher Art die Beobachtung sind, die in der Naturellwissenschaft gemacht werden; sie gehören offenbar in alle drei Kategorien, die nach Wikipedia lauten:

"Welt 1, das ist die physische Welt
Welt 2, die Welt der individuellen Wahrnehmung und des Bewusstseins
Welt 3, die Welt der geistigen und kulturellen Gehalte, die vom Einzelbewusstsein unabhängig existieren können, z. B. die Inhalte von Büchern, Theorien und Ideen."

Zu "Welt 1" gehört der Teil des Modells, in dem tatsächlich vorhandene (vermutlich epigenetische, noch nicht gefundene) biologische Unterschiede zwischen den Naturellen angenommen werden. Zu "Welt 2" hingegen die subjektive Wahrnehmung eines Unterschieds oder einer Ähnlichkeit, wenn man sich selbst mit anderen Menschen vergleicht. Und zu "Welt 3" gehört die Modellbeschreibung selbst, also die Ideen und Theorien dazu, die erst dann zu einer gemeinsamen Wirklichkeit werden, wenn Menschen darin übereinstimmen (wie in der konsensuellen Naturellanalyse vorgesehen).

Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen
Ein 2007 erschienener Sammelband von 19 Autoren (Restexemplare bei www.winkler-verlag.de erhältlich).



Primaten als Metapher
Die drei uns Menschen nahe verwandten Primaten (Schimpansen/Bonobos, Orang-Utans und Gorillas) zeigen zahlreiche Verhaltensweisen, die als Metapher für die drei Naturelle geeignet sind und daher recht häufig verwendet werden, z.B. um die Schwierigkeiten zu verdeutlichen, die bei naturellübergreifender Kommunikation auftauchen (vgl. den Buchtitel "Der Gorilla in meinem Bett"). Mehr dazu hier.

Prominentenliste
Eine Webseite, auf der Prominente verdachtsweise einem der drei Naturelle zugeordnet werden.

Psychographie
Von Dietmar Friedmann 1990 eingeführter Begriff für seine Persönlichkeitstypologie. Eine Zusammenziehung aus "Psychologie" und "Geographie" im Sinne von "Landkarte der Seele". Der Begriff war jedoch bereits anderweitig belegt, so von Gordon Allport oder im Sinne des "automatischen Schreibens", so dass er früh als nicht optimal kritisiert wurde. Das Wort "Psychographie" wird zudem außerhalb der Psychologie für ein spezielles fotografisches Verfahren und in der Literatur als Synonym für "psychische Struktur" verwendet (so in der dt. Übersetzung von Simone de Beauvoirs "Psychographie einer Intellektuellen"), ebenso im Marketing für die angenommene psychische Befindlichkeit von Kundengruppen. Diese zahlreichen Ursachen für Missverständnisse waren auch der Grund, weshalb ab ca. 2014 immer mehr der Begriff "Naturellkunde" bzw. ab Ende 2015 "Naturellwissenschaft" als Ersatz für "Psychographie" in Verwendung kam.

Psychographie-Initiative e.V.
1999 von Dietmar Friedmann und Werner Winkler initiierter und gegründeter, gemeinnütziger Verein. Seit Anfang 2016 umbenannt in "Initiative zur Förderung der Naturellwissenschaft". Zur Webseite des Vereins.

Relationiker
Ein von Winkler (2010) geprägter Alternativbegriff für Menschen mit gelbem Naturell (Beziehungstypen).

Ressourcen
Synonym für die Vernachlässigungen. Der Begriff "Ressourcen" zielt in der Naturellwissenschaft auf die Beobachtung ab, dass die Nutzung der bisher vernachlässigten Optionen zusätzliche Kräfte, Lösungsansätze oder Lebensqualitäten eröffnet - im Sinne von "übersehene Möglichkeiten".

Rotes Naturell
auch Handlungstyp-Naturell. Bezeichnung für ein Naturell, bei dem der "rote" Anteil (bezogen auf den Grundbereich der "Landkarte" dominiert und der "gelbe" zurückgenommen ist (vgl. "Gewichtung")

Rudolph, Karin
Sozialpädagogin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2002 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Einsteiger", in dem das 123-Modell mit zahlreichen Beispielen aus dem Alltag vorgestellt wird (vergriffen). Sie war zudem maßgeblich an der Herausbildung der Fachsprache in "Lehrbuch Psychographie - Menschenkenntnis mit System" (2001 veröffentlicht) beteiligt.


Rückert, Gerd
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)


Rundbrief
Die Psychographie-Initiative hat einen Rundbrief eingerichtet, mit dem in größeren Abständen aktuelle Termine, Neuigkeiten oder Angebote von Mitgliedern verschickt werden. Auf der Seite http://www.psychographen.de/newsletter.php kann man sich hierfür ein- oder austragen.

Sachtyp
Fachbegriff für Menschen mit blauem Naturell. Zuerst eingeführt von Friedmann (1990) und im 123-Modell übernommen. Details hier.

Schieke, Adelheid
Dr. phil., Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).


Schimpanse
In der Naturellwissenschaft bzw. im 123-Modell metaphorisch für "Mensch mit einem gelben Naturell" (durch die Ähnlichkeiten im Verhalten mit diesen Primaten, die evtl. von epigenetischen Prägungen herrühren).


Schmalzl, Petra
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007); zudem Arbeiten und Forschung zur Hundepsychographie (2006) und Entwicklung des 123-Codes.


Scholz, Klaus-Peter
Mitautor von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007)

Seneca
Römischer Philosoph, dessen These vom "Leben nach der Natur" durchaus auch auf denjenigen Teil unserer Natur angewandt werden kann, der uns als "Naturell" mitgegeben wurde. In vielen seiner Werke nimmt Seneca bezug darauf, wie wichtig es für das persönliche Glück sei, gemäß der (eigenen) Natur zu leben, z.B. hier: "„Wir sagen, das höchste Gut sei, gemäß der Natur zu leben: die Natur hat uns zu beidem geschaffen, zur Betrachtung der Welt und zum Handeln.“ (Solemus dicere summum bonum esse secundum naturam uiuere: natura nos ad utrumque genuit, et contemplationi rerum et actioni. (De otio IV 2); zitiert nach Wikipedia)

Stärken-Profil   
meint eine bestimmte Kombination aus Bevorzugungen und Vernachlässigungen auf den vier Ebenen der „Landkarte“ des Modells. Alle 81 Stärken-Profile finden sich hier: www.123modell.de/81.htm

Team 81
Ein 2005 auf Initiative von Stephanie Neumüller und Christine Hahn entstandener, temporärer Zusammenschluss von Aktiven, die mit der Psychographie in Unternehmen tätig sind. 2008 Herausgabe des Sammelbandes (19 Autoren) "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen".

Temporiker
Ein von Winkler (2010) geprägter Alternativbegriff für Menschen mit blauem Naturell (Sachtypen).

Tests
Obwohl eine fachlich korrekte Naturellanalyse im Gespräch stattfindet, können doch internetbasierte Tests wie hier dabei helfen, die eigene Gewichtung zu erkennen - vor allem dann, wenn der Test nicht von der Testperson selbst durchgeführt wird, sondern von anderen, die sie gut kennen (Partner, Kinder, Kollegen). Auch zur Lernkontrolle taugen diese Tests.

Tipp der Woche
Eine wöchentlich (immer Sonntags) versendete E-Mail mit aktuellen oder praktischen Tipps rund um die Naturellwissenschaft. Ein Archiv mit den bereits verschickten Tipps und eine Möglichkeit zur Anmeldung findet sich hier.

Thaiss, Marion
Erzieherin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Erzieherinnen", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der pädagogischen Praxis vorgestellt wird (vergriffen);
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).

Triade
steht für eine Verbindung von drei Begriffen, die in einem definierten Zusammenhang stehen, wie „Ja“, „Vielleicht“ und „Nein“. Ausführliche Beschreibung und zahlreiche Beispiele finden sich hier.



Typ, Typus
meint die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die sich auf Grund festgelegter Merkmale von anderen Gruppen unterscheidet. Ein Modell, das Typen verwendet, heißt Typologie; in der Naturellwissenschaft handelt es sich genau genommen um "Naturelltypen" (nicht um Persönlichkeitstypen, wie häufig vereinfacht gesagt).

Typologien-Vergleichsliste
Eine von Günter Hiller und Werner Winkler erarbeitete Vergleichsliste zwischen der Psychographie nach Friedmann, dem 123-Modell und zahlreichen anderen bekannten Modellen zur Erklärung von Persönlichkeitsunterschieden.

Unter-Unterbereiche
Wie unter den "Kathegorien des Erlebens" bereits farbig und in Kreisform hier dargestellt, versuchte sich Winkler (2001) an einer weiter differenzierteren Aufteilung der Unterbereiche in der "Landkarte". Hier die Auflistung in Tabellenform:



Varianten psychographischer Landkarten
ist ein Artikel, in dem die Entwicklung der "Landkarten" aus den ersten Triaden Friedmanns bis zum "Haus-Modell" von Winkler dargestellt wird. Er wurde 2009 veröffentlicht und ist hier als kostenloser Download erhältlich.

Verbundenheit   
schließt die emotionalen Zugänge zur Welt, zu sich selbst und zu anderen ein, ebenso die Phänomene Liebe, Anziehung (oder Abstoßung), Zuneigung, Sympathie, Freude usw.


Vergangenheitsorientierung, vergangenheitsorientiert
Die Bevorzugung des Zeit-Unterbereichs "Vergangenheit". Vergangenheitsorientierte Menschen haben die Fähigkeit, in besonderem Maße die Vergangenheit zu erinnern. Auf der anderen Seite fällt es ihnen schwerer, die Zukunft zu planen oder vorherzusehen. Mehr zu den Vergangenheitsorientierten hier.


Vernachlässigung
meint das Gegenstück zur Bevorzugung, also die tendenzielle Vermeidung und häufige Ausblendung
einer Lebensmöglichkeit (vgl. "Landkarte"), wodurch der Hang dazu schwächer ist. Gleichzeitig werden die Vernachlässigungen als "Ressourcen" verstanden, da sie noch brachliegende oder eher übersehene
Möglichkeiten enthalten. Im Sinne einer optimierten Gesamtpersönlichkeit oder besserer Problemlösungs- kompetenz können sie also bewusster und öfters als Option genutzt werden.

Verschieden? Okay!
Logo zur prägnanten Darstellung der drei Grundtypen, verbunden mit der Aufforderung zur gegenseitigen Toleranz bezüglich der Naturellunterschiede.



Vogel, Petra
Psychologische Beraterin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Liebende", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der pädagogischen Praxis vorgestellt wird (vergriffen); außerdem 2007 "Der Gorilla in meinem Bett" (bei mvg) und weitere Artikel zur Psychographie; die Webseite www.dreifarbenwelt.de wurde maßgeblich unter ihrer Leitung umgesetzt;
Mitautorin von "Praktische Anwendung der Psychographie in Unternehmen" (2007).

Vogelsang, Gaby
Pädagogin und Autorin, veröffentlichte gemeinsam mit Daniela Hofmann und Werner Winkler 2003 das Buch "Lösungsorientierte Menschenkenntnis, Psychographie für Pädagogen", in dem das 123-Modell mit Beispielen aus der schulischen Praxis vorgestellt wird (vergriffen).


von Foerster, Heinz
Physiker, Philosoph und Autor (1911 - 2002); seine Idee von den "prinzipiell unentscheidbaren Fragen" hat bei der Entwicklung des 123-Modells bzw. seiner geistigen Grundlagen eine bedeutende Rolle gespielt, da sie die notwendige Freiheit begründete, sich den Fragen rund um das Phänome der Naturellunterschiede kreativ anzunehmen - wie in folgendem Artikel nachzulesen.

Warum Kinder so verschieden sind
2006 im VAK-Verlag erschienenes Buch über den typgerechten Umgang mit Kindern. Von Werner Winkler mit zahlreichen Praxisbeispielen (u.a. von Christa Roller, Susanne Freier, Heike Hoge und Gabriele Gradtke).



Warum sind wir so verschieden?
Standardwerk zum 123-Modell von Werner Winkler; 1. Auflage 2005 bei mvg, 2., völlig überarbeitete Ausgabe (gesponsert vom NeuroCafe Stuttgart) 2010.



Watzlawick, Paul
(1921-2007), österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor. Mit seinen Ausführungen und Forschungen zum Konstruktivismus einer der unabsichtlichen Väter der modernen Naturellwissenschaft.

Winkler, Werner
(*1964). Autor, Berater und Kalligraf. Seit 1997 Beschäftigung mit dem friedmannschen Typenmodell. 1998 mit der "Entdeckung" des "Wir-Bezugs" erste Erweiterung, 1999 Vorstellung der "Landkarte" und des "Leitdreiecks". Entwickler des 123-Modells. 1999 gemeinsam mit Dietmar Friedmann Gründung der Psychographie-Initiative e.V.

Wir, Wir-Verbundenheit
zeigt sich in der Bezugnahme und in emotionaler Beteiligung am „Gemeinsamen“, an Gruppen, an der Natur oder gar dem ganzen Universum. Ein „Wir“ kann zwei Menschen umfassen oder sieben milliarden. Mehr zu den Wir-Verbundenen hier.

Wirkungen und Nebenwirkungen
Ein Schwerpunkt der fachlichen Beobachtung der letzten Jahre lag auf der Frage, wie sich die neuen Erkenntnisse (also das Wissen darum, dass es offenbar so etwas wie "Naturelle" gibt) auf das alltägliche Leben, die Persönlichkeitsentwicklung oder den beruflichen Erfolg auswirkt. Eine Übersicht dazu findet sich hier.

Zeitorientierung   
steht neben der konkreten Orientierung in Raum und Zeit auch für das Bewusstsein, ein zeitlich begrenztes Wesen zu sein. Begriffe wie "Dasein" und "Existenz" gehören in diese Kategorie, ebenso wie das Verstehen des “Daseins in Raum und Zeit”, Geist, Verstand und Vernunft.

Zertifizierungen
Die Psychographie-Initiative e.V. zertifiziert seit ihrer Gründung 1999 Mitglieder, z.B. in den Bereichen Analyse und Lehre. Mehr dazu auf der Webseite des Vereins.

Zukunftsorientierung, zukunftsorientiert
Die Bevorzugung des Zeit-Unterbereichs "Zukunft". Zukunftsorientierte Menschen haben die Fähigkeit, in besonderem Maße nach vorne zu sehen, die Zukunft zu planen oder zu visualisieren. Auf der anderen Seite fällt es ihnen schwerer, die Gegenwart zu genießen, bewusst zu haben oder sich auf den Moment einzustellen. Mehr zu den Zukunftsorientierten hier.


Zwilling, psychographischer
Im 123-Modell zwei Menschen, die auf allen vier Ebenen der "Landkarte" das gleiche Gewichtungsmuster zeigen - also eines von 81 Mustern. Bsp. Angela Merkel, Hannelore Kraft und Winfried Kretschmann scheinen das gleiche Gewichtungsmuster zu zeigen, was sich auch in einer gewissen Ähnlichkeit im äußeren Erscheinungsbild bzw. der Sprechweise zeigt. Mehr dazu mit Foto-Beispielen hier





Letzte Aktualisierung: 24.3.2017. Alle Rechte an den Texten und Zeichnungen, soweit nicht anders vermerkt bei Werner Winkler, 1999-2016


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