Das 123-Modell im sachlichen Vergleich
mit anderen Persönlichkeitsmodellen
(aus Anwendersicht)

 

Modell-Namen

123-Modell

DISG®

MBTI® Myers-Briggs- Type-Indicator®

Enneagramm

Insights®

Structogram®

Hermann-Dominanz-Instrument® (H.D.I.® )

Daten, Fakten, Inhalte:

Entwicklung/ Veröffentlichtung

seit 1999

1928

1921 (C.G. Jung)

1916 (vermutlich wesentlich älter)

1928

1960er und 1970er-Jahre

1970er-Jahre

Geschäftsmodell

Open-Source

geschützte Marke

geschützte Marke

Open-Source

geschützte Marke

geschützte Marke

geschützte Marke

Voraussetzung für Anwender

keine (lernen)

Lizenzierung

Lizenzierung

keine (lernen)

Lizenzierung

Lizenzierung

Lizenzierung

Verbreitung

Deutschland, Schweiz, Österreich, Südkorea, Ukraine, USA (Stand 2011)

angeblich in über 50 Ländern vertreten

angeblich nutzen jährlich zwei Millionen Menschen MBTI weltweit

deutsche Literatur zum Thema in 16 Sprachen übersetzt

unklar*

In 23 Ländern verbreitet, in 24 Sprachen übersetzt

unklar*

Anzahl der Nutzer (geschätzt)

mehrere hundert bis mehrere tausend

weltweit angeblich 40 Millionen

unklar, angeblich die meistbenutzte Typologie in den USA

mehrere zehntausend

unklar*

in D.A.CH über 1,2 Mio. Nutzer

unklar*

Welche Kosten entstehen?

Basiswissen im Internet; Fachbücher; evtl. Trainer. und Ausbilder-Honorare

Kurs-, Analyse-/Test- und Lizenzierungskosten

Kurs-, Analyse-/Test- und Lizenzierungskosten

Basiswissen im Internet bzw. in Fachbüchern; evtl. Trainer- und Ausbilder-Honorare

Kurs-, Analyse-/Test- und Lizenzierungskosten

Kurs-, Analyse-/Test- und Lizenzierungskosten (für Trainer)

Kurs-, Analyse-/Test- und Lizenzierungskosten

Anwendung

Personal, Verkauf, Coaching, Bewerber-Einschätzung, Pädagogik, Psychologie, Familie, Selbsterkenntnis, Teamentwicklung u.a.

Selbstverständnis; Verständnis für andere (Kunden, Kollegen); Handlungsmodell, um sich besser an das Verhalten anderer anpassen zu können.

Selbsterkenntnis, im Coaching, zur Personalauswahl

Selbsterkenntnis, persönliche Reifung und Entwicklung, Verständnis für andere

Personaleinschätzung; Verständnis für Verhaltensunterschiede

Selbsterkenntnis; Menschenkenntnis,  Verständnis für Verhaltensunterschiede; Verbesserung der Kundenkommunikation

Personal, Teams, Unternehmensgestaltung

Grundgedanke des Modells

Gewichtung innerhalb einer "Landkarte" der Lebensäußerungen

Grundverhalten als Tendenz

Unterschiedlicher Umgang mit der Welt macht unterschiedliche Persönlichkeiten.

Angeborene Persönlichkeitstendenz.

unterschiedliche Verhaltensstile und -präferenzen

"Biostruktur-Analyse" - Gewichtungsverhältnis der "drei Gehirne".

Welche Gehirnregion ist dominant?

Anzahl der unterscheidbaren Gruppen/Typen

drei Hauptgruppen, 81 differenzierte Kombinationsmuster

vier

vier bzw. 16

neun

vier, acht

drei, mit Variationsmöglichkeiten

vier

Ursache für die beobachteten Unterschiede

vermutlich epigenetische Prägung in der frühen Entwicklung des Embryos (Zufallsfaktoren)

Laut C.G. Jung frühkindliche Erfahrungen

drei Intelligenzzentren; vorgegebene Persönlichkeitsstruktur

evolutionär bedingte Unterschiede in der Hirnstruktur ("drei Gehirne")

unterschiedliche Schwerpunkte im Denken (bezogen auf Hirnareale/Hirnhälften), daraus Verhaltenspräferenz

Wie erfolgt die Zuordnung?

Zuordnung auf "Verdacht" mit Hilfe von vielfältigen Hinweisen; fachlich im konsensuellen Interview-Gespräch

Selbsttest

Ja-Nein-Fragebogen und Ergebnisgespräch dazu

Selbstanalyse anhand der neun Beschreibungen

Ankreuztests

Ankreuztests unter Anleitung eines lizenzierten Trainers

Ankreuztests

Quelle/ Herkunft/ Verwandtschaft

Psychographie nach Friedmann, Transaktionsanalyse, Lösungsorientierte Kurztherapie (de Shazer)

William Marston (1893-1947), US-Psychologe; verschiedene Abwandlungen dessen Arbeit

Carl Gustav Jungs Typenmodell (1921); Erweiterung durch Katherine Cook Briggs und ihre Tochter Isabel Myers

je nach Autor vermischt mit anderen Typologien oder religiösem Hintergrund

(wie DISG) William Marston (1893-1947), US-Psychologe; verschiedene Abwandlungen dessen Arbeit; C.G. Jung, Jolande Jacobi

Paul D. MacLean, Rolf W. Schirm

Roger Sperry, Ned Herrmann, Paul D. Mac Lean

Erfahrungsaustausch möglich über

Internet-Forum, Fachkongress, gemeinnütziger Verein

Internet-Forum (in Englisch)

Internetforum, Netzwerktreffen für lizenzierte Anwender

Kritik

derzeit noch kein objektiver wissenschaftlicher Beleg für die vermuteten Ursachen der Unterschiede; Nutzen bisher nur empirisch belegt

Tests sind selbstbeschreibend (so bin ich) und die Ergebnisse daher nur auf dem Selbstbild aufbauend; vgl. Kritik-Abschnitt auf Wikipedia

Fragebogen als einzige Zuordnung kritisch, ebenso die Ja-Nein-Fragen; vgl. den Kritik-Abschnitt auf Wikipedia.

da keine schriftliche Urquelle vorhanden/bekannt ist, werden je nach Autor unterschiedliche Beschreibungen verwendet

Ergebnisse der Ankreuz-Fragebogen geben nur das wieder, was jemand über sich selbst denkt - das liest er dann auch in der Auswertung.

sehr stark vereinfachtes Modell mit teilweise hypothetischem Hintergrund; Fragebogen-Ergebnisse prinzipiell kritisch wegen Selbsteinschätzung

ähnlich wie beim Structogram hypothetischer Hintergrund und kritische Zuordnung durch Fragebögen

Links

www.123modell.de

www.disg-modell.de

www.myersbriggs.org

www.enneagramm.de

www.insights.de

www.biostruktur.info

www.hbdi.de

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