November 2003, Autor: Werner Winkler

 

Zinkmangel-Gefahr durch OPmit Narkose!

Neulich erhielt ich den Brief einer Frau, die in den letzten acht Jahren 89 Operationen (!) über sich ergehen lassen musste. Niemand hatte ihr etwas über das Thema "Zink" gesagt. Dazu der folgende Ausschnitt aus einem Fachbuch:

Zitat aus Holtmeier/Kruse-Jarres: Zink - Biochemie, Physiologie, Pathophysiologie und Klinik des Zinkstoffwechsels des Menschen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 1991, S. 113-114; Artikel "Das Zinkmangelsyndrom beim Menschen" von Prof. Prof. Dr. med. J. J. Holtmeier, damals Prof. und Leiter der Abt. Ernährungsphysiologie der Universität Hohenheim, Prof. (Innere Medizin) der Univ. Freiburg i.Br.

"Zink und Wundheilung

Zinkverluste treten unter der Narkose bei Operationen auf, insbesondere nach Verbrennungen. Man rechnet bei Frischoperierten mit einem durchschnittlichen (29) Zinkverlust von 30mg täglich, jedoch können die Verluste wesentlich höher liegen und bis 660mg täglich* erreichen. In Verbrennungs- und Unfallkliniken (61), aber auch in allen anderen chirurgischen Bereichen sollte man deswegen routinemäßig vor der Operation neben blutchemischen Untersuchungen auch Zink bestimmen, um Komplikationen bei oder nach der Operation vorzubeugen."

 Zit. 29: Fotor, L. et. al.: Der Einfluss der Langzeit-Intensivtherapie auf den Zinkstoffwechsel, Elektrolyte und Spurenelemente in der Intensivmedizin, Walter de Gryter, Berlin-New York, S. 123-137

Zit. 61: Larson, D.L. et al.: Zinc deficiency in burned children, Plast. Reconstr. Surg. 46 (1970) 13-21e

 

* Anmerkung: Der gesamte Körperbestand an Zink beträgt nur ca. 2500 - 3000 mg; kompakte Infos zu Zink und Zinkmangel auch auf meiner Seite www.wernerwinkler.de/zink-info.htm

 

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